Göppinger Akkordeonorchester e. V.

Konzert mit Gänsehautgarantie in Dürnau am 1. Juni

Mit der mächtigen Tondichtung Finlandia von Jean Sibelius begann das Konzert des Göppinger Akkordeonorchesters unter der Leitung von Heide Friess in der evangelischen Kirche. Der Einladung der Kulturinitative Dürnau waren viele Musikbegeisterte gefolgt - Besucherbänke und Empore waren voll besetzt. Bei den ersten Takten des Concerto d’Amore von Jacob de Haan herrschte noch andächtige Stille, die sich durch die poppigen und swingenden Einsprengsel des barocken Werkes langsam auflöste. Der Chor Singflut aus Gammelshausen mit seiner Dirigentin Barbara Weiss lockte das Publikum dann mit schwungvollen Melodien aus der Reserve. Da wurde zu Gospels geklatscht und geschnippt, Gotteslob und Hallelujah animierten zum Mitmachen. Acht Kompositionen standen auf dem Programm, die die Ausdrucksmöglichkeiten und Vielseitigkeit dieses Klangkörpers zeigten.
Der erste Höhepunkt des Abends war das von Chor und Orchester gemeinsam vorgetragene Lied „I Will Follow Him“ aus dem Musikfilm Sister Act.
In der Pause luden Stehtische und Erfrischungen dazu ein, den lauen Sommerabend draußen zu genießen. Im Programm ging es weiter mit der Filmmusik La Storia. Jacob de Haan lädt mit diesem Werk dazu ein, eine eigene Dramaturgie zu entwerfen, denn der zugehörige Streifen existiert nicht.
Mitreißend dann der Vortrag von Laura Carrino, die bei „One Moment in Time“ vom Orchester begleitet wurde. Spätestens bei „Denk an mich“ von A. L. Webber stellte sich Gänsehaut ein. Laura’s gefühlvoller Gesang wurde von Ramona Merk adäquat am E-Piano begleitet. Die Künstlerinnen wurden mit stürmischem Beifall belohnt.
Die vorletzte Komposition entführte das Publikum nach Amerika. Moderatorin Gerdi Binder lud zur musikalischen Reise ein und erläuterte die Bilder der New York Ouvertüre vom Landeanflug über Manhattan bis zum letzten Blick auf die Freiheitsstatue beim Abschied. Verschiedene Geräusche wie Pferdegetrappel und Kirchenglocken halfen der Fantasie auf die Sprünge. Furios ging ein schöner Abend zu Ende mit Maracaibo von Mario Castellacci, das Szenen dieser brodelnden Hafenstadt und heißesten Großstadt Venezuelas musikalisch darstellt. Zum Abschluss gab es Blumen und Dank an die Dirigentinnen, an die Solistinnen, den Chor, Dominik Pscheidt am Schlagzeug und Oliver Locherer an den Pauken.




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